Risiken durch Obsoleszenz
Obsoleszenzrisiken entstehen aus verschiedenen globalen und technologischen Entwicklungen. Insbesondere geopolitische Abhängigkeiten, beispielsweise von Halbleiter-Produzenten wie Taiwan, erhöhen die Anfälligkeit gegenüber internationalen Spannungen. Ebenso führen Disruptionen globaler Lieferketten, wie etwa die Blockade des Suez-Kanals, zu unerwarteten Engpässen.
Zusätzlich erschweren unvorhersehbare Nachfrageschwankungen – beispielsweise ausgelöst durch Ereignisse wie die COVID-19-Pandemie – eine zuverlässige Planung und erhöhen das Risiko von Materialknappheiten.
Bedeutung und Handlungsfelder
Ein strukturiertes Obsoleszenzmanagement ermöglicht es, drohende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Technische Lösungen für Obsoleszenzfälle sind klassische Entwicklungsaufgaben, die sowohl Hardware- als auch Softwareentwicklung betreffen. Dabei treten solche Herausforderungen in der Regel zu ungünstigen Zeitpunkten auf, etwa während laufender Produktionszyklen oder kurz vor wichtigen Produkt-Launches. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, bieten sich zwei wesentliche technische Lösungsansätze an:
Ein komplettes Hardware-Redesign ist notwendig, wenn kritische Komponenten veralten oder mehrere Bauteile gleichzeitig betroffen sind. Die Hardware wird mit modernen Bauteilen neu entwickelt, wobei Funktion und Schnittstellen beibehalten werden sollen. Dies erfordert umfassenden Entwicklungsaufwand in Hardware und Software.
Bei der Portierung handelt es sich um eine 1-zu-1-Übertragung vorhandener Software auf eine neue Hardware-Plattform mit minimalen Änderungen an der Hardware. Portierung ist geeignet, wenn nur einzelne zentrale Bauteile ersetzt werden müssen. Ziel ist die Bewahrung der bestehenden Systemfunktionalität bei minimalem Aufwand.
Portierungen strategisch meistern
Obsoleszenzfälle lösen oft kurzfristigen Handlungsbedarf aus. Mit gezielten Portierungen können Unternehmen ihre Systeme schnell und sicher auf neue Hardwareplattformen übertragen, ohne die Kernfunktionalität zu gefährden.
In unserem Konzeptpapier erfahren Sie: