{"id":1965,"date":"2026-04-30T09:41:43","date_gmt":"2026-04-30T09:41:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pickplace.de\/?post_type=glossary&#038;p=1965"},"modified":"2026-04-30T09:41:44","modified_gmt":"2026-04-30T09:41:44","slug":"risc","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/www.pickplace.de\/de\/glossar\/risc\/","title":{"rendered":"RISC"},"content":{"rendered":"<p>RISC steht f&#xFC;r &#x201E;Reduced Instruction Set Computer&#x201C; und bezeichnet eine Prozessorarchitektur, die sich seit den sp&#xE4;ten 1970er- und fr&#xFC;hen 1980er-Jahren aus einer grunds&#xE4;tzlichen Neubewertung des Prozessorentwurfs entwickelte. Im Zentrum stand nicht einfach &#x201E;weniger Befehle&#x201C;, sondern die Frage, welche Aufgaben sinnvollerweise in Hardware ausgef&#xFC;hrt werden sollten und welche besser durch Compiler und Software gel&#xF6;st werden. Das Reduced Instruction Set entstand damit als Gegenbewegung zu einer Phase, in der Prozessoren immer komplexere Befehlss&#xE4;tze erhielten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-rank-math-toc-block\" id=\"rank-math-toc\"><h2>Inhalt<\/h2><nav><ul><li class=\"\"><a href=\"#cisc-vs-risc\">CISC vs. RISC<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#ibm-801\">IBM 801 und weitere Entwicklungen<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#arm-acorn-risc-machine\">ARM<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#power-pc\">PowerPC, MIPS und SPARC<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#risc-v\">RISC-V<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#risc-heute\">RISC heute<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"cisc-vs-risc\">CISC vs. RISC<\/h2>\n\n\n\n<p>In den 1970er-Jahren dominierten Architekturen, die sp&#xE4;ter als CISC, also &#x201E;Complex Instruction Set Computer&#x201C;, bezeichnet wurden. Prozessoren wie DEC VAX boten umfangreiche, teilweise sehr hoch abstrahierte Befehle. Die Idee dahinter war, die L&#xFC;cke zwischen Hochsprachen und Maschinencode zu verkleinern. Komplexe Operationen sollten direkt durch einzelne Maschinenbefehle unterst&#xFC;tzt werden. Das passte zu einer Zeit, in der Speicher teuer war, Assemblerprogrammierung noch eine gr&#xF6;&#xDF;ere Rolle spielte und Mikrocode als flexible M&#xF6;glichkeit galt, komplexe Instruktionen umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-stackable-image stk-block-image stk-block stk-50811e6\" data-block-id=\"50811e6\"><style>.stk-50811e6 .stk-img-figcaption{text-align:center !important;font-style:italic !important;}.stk-50811e6 .stk-img-wrapper{width:70% !important;}<\/style><figure><span class=\"stk-img-wrapper stk-image--shape-stretch\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"stk-img wp-image-1987\" src=\"https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cisc-risc.jpg\" width=\"1200\" height=\"800\" alt=\"Vergleich CISC vs RISC in elektronik-Architektur &#x2013; Program Memory, Data Path, Decoder; embedded software.\"\/><\/span><figcaption class=\"stk-img-figcaption\">Vergleich CISC vs RISC <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gegen Ende der 1970er-Jahre verschob sich diese Perspektive. Compiler wurden leistungsf&#xE4;higer, Hochsprachen setzten sich st&#xE4;rker durch, und die Halbleiterintegration erlaubte neue Prozessorentw&#xFC;rfe. Gleichzeitig zeigte sich, dass viele komplexe Maschinenbefehle selten genutzt wurden oder f&#xFC;r Compiler schwer zu verwenden waren. Der Aufwand, solche Befehle in Hardware oder Mikrocode bereitzustellen, stand nicht immer in einem sinnvollen Verh&#xE4;ltnis zu ihrem tats&#xE4;chlichen Nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"ibm-801\">IBM 801 und weitere Entwicklungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein fr&#xFC;her Meilenstein war <a href=\"http:\/\/bitsavers.informatik.uni-stuttgart.de\/pdf\/ibm\/system801\/System_801_Principles_of_Operation_Jan76.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IBMs 801<\/a>-Projekt. Ab 1974 arbeitete ein Team um John Cocke an einem Controller f&#xFC;r Telefonvermittlungen, der eine sehr hohe Anzahl von Verbindungen pro Sekunde verarbeiten sollte. Das urspr&#xFC;ngliche Projekt wurde zwar eingestellt, doch die architektonischen &#xDC;berlegungen f&#xFC;hrten zum IBM 801, einem der ersten praktischen Systeme. Der Name 801 bezog sich auf das IBM-Geb&#xE4;ude, in dem das Projekt entstand. Der IBM 801 gilt heute als wichtiger Vorl&#xE4;ufer sp&#xE4;terer Prozessoren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-stackable-image stk-block-image stk-block stk-6abea18\" data-block-id=\"6abea18\"><style>.stk-6abea18 .stk-img-figcaption{text-align:center !important;font-style:italic !important;}.stk-6abea18 .stk-img-wrapper{width:70% !important;}<\/style><figure><span class=\"stk-img-wrapper stk-image--shape-stretch\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"stk-img wp-image-1986\" src=\"https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IBM801.jpg\" width=\"70\" height=\"300\" alt=\"Befehlssatz-Schema der IBM801-Architektur\"\/><\/span><figcaption class=\"stk-img-figcaption\">Befehlssatz-Schema der IBM801-Architektur<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Parallel dazu entstanden an Universit&#xE4;ten weitere pr&#xE4;gende Projekte. An der University of California, Berkeley, arbeiteten David A. Patterson und Carlo H. S&#xE9;quin am Berkeley-RISC-Projekt. Sie pr&#xE4;gten Anfang der 1980er-Jahre den Begriff RISC. An der Stanford University entwickelte John L. Hennessy das MIPS-Projekt, dessen Name urspr&#xFC;nglich f&#xFC;r &#x201E;Microprocessor without Interlocked Pipeline Stages&#x201C; stand. IBM 801, Berkeley und Stanford MIPS bildeten zusammen den Kern der fr&#xFC;hen Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<p>Typisch f&#xFC;r fr&#xFC;he Architekturen waren ein regelm&#xE4;&#xDF;iger Befehlssatz, viele frei verwendbare Register, Load-Store-Prinzipien und oft eine feste Befehlsl&#xE4;nge. Rechenbefehle arbeiteten im Regelfall auf Registern, w&#xE4;hrend Speicherzugriffe &#xFC;ber separate Load- und Store-Befehle erfolgten. Dieses Modell passte gut zu Compilern, weil Registerzuweisung, Zwischenergebnisse und Optimierungen systematischer behandelt werden konnten. Gleichzeitig erleichterte die regelm&#xE4;&#xDF;ige Struktur die Pipeline-Verarbeitung.<\/p>\n\n\n\n<p>In den 1980er-Jahren wurde RISC zu einem zentralen Thema der Prozessorentwicklung. Zahlreiche Hersteller entwickelten eigene Architekturen: Acorn entwickelte die ARM-Architektur, MIPS wurde kommerzialisiert, Sun brachte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/SPARC-Architektur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPARC<\/a> hervor, HP entwickelte PA, Motorola den 88000, IBM die POWER-Architektur, DEC sp&#xE4;ter Alpha. Apple, IBM und Motorola arbeiteten ab den fr&#xFC;hen 1990er-Jahren an PowerPC. Das reduzierte Instruction-Set war wurde zur Basis vieler Workstations, Server, Embedded-Systeme und Spezialrechner.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"arm-acorn-risc-machine\">ARM<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine besondere Rolle spielt <a href=\"http:\/\/arm.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ARM<\/a>. Die Architektur entstand urspr&uuml;nglich bei Acorn f&uuml;r den Heimcomputer Archimedes. Aus der &bdquo;Acorn RISC Machine&ldquo; wurde sp&auml;ter ARM. Anders als viele klassische Prozessorhersteller fertigte ARM die Prozessoren nicht selbst, sondern lizenzierte das Design an andere Unternehmen. Dieses Gesch&auml;ftsmodell wurde entscheidend f&uuml;r die Verbreitung. ARM-Kerne fanden ihren Weg in Mobiltelefone, PDAs, Smartphones, Tablets, Router, Kameras, <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"cmtt_d983cf127120ee60c83537d13641bc54\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/mikrocontroller\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Mikrocontroller<\/a>, Spielkonsolen und sp&auml;ter auch Notebooks und Server.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist ARM eine der wichtigsten Familien &#xFC;berhaupt. In Embedded-Systemen ist ARM seit Jahrzehnten stark vertreten, insbesondere durch Cortex-M-Mikrocontroller und Cortex-A-Anwendungsprozessoren. Im Mobilbereich wurde ARM zur dominierenden Architektur. Moderne Smartphones, viele Tablets und zahlreiche IoT-Ger&#xE4;te basieren auf ARM-Kernen. Mit Apple Silicon, also M1, M2, M3 und Nachfolgern, wurde ARM auch im Notebook- und Desktopbereich sichtbar. Zus&#xE4;tzlich dringt ARM in Serverm&#xE4;rkte vor, etwa &#xFC;ber AWS Graviton, <a href=\"https:\/\/amperecomputing.com\/products\/processors\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ampere Altra<\/a> und andere Plattformen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"power-pc\">PowerPC, MIPS und SPARC<\/h2>\n\n\n\n<p>IBM f&#xFC;hrte RISC &#xFC;ber POWER und PowerPC weiter. Die RS\/6000-Systeme ab 1990 machten POWER zu einer wichtigen Architektur f&#xFC;r Workstations und Server. PowerPC wurde in Apple Macintosh-Systemen, in Spielkonsolen wie Nintendo GameCube, Wii und Xbox 360 sowie in Fahrzeugen und Kommunikationssystemen verwendet. POWER-Prozessoren blieben zudem im High-Performance-Computing relevant. IBM Blue Gene, Watson und Summit nutzten POWER-basierte Architekturen.<\/p>\n\n\n\n<p>MIPS war ebenfalls eine pr&#xE4;gende RISC-Familie. Urspr&#xFC;nglich in Workstations und Servern eingesetzt, wanderte MIPS sp&#xE4;ter stark in Embedded-Anwendungen. Router, Netzwerkger&#xE4;te, Spielkonsolen und Consumer-Elektronik nutzten MIPS-Prozessoren. Beispiele sind fr&#xFC;he PlayStation-Systeme, Nintendo 64, Netzwerkger&#xE4;te und viele Routerplattformen. In klassischen Workstations verlor MIPS jedoch an Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>SPARC, entwickelt bei Sun Microsystems, war lange mit UNIX-Workstations und Servern verbunden. Auch HP PA und DEC Alpha waren wichtige Vertreter der RISC-&#xC4;ra im Server- und Workstationmarkt. Alpha galt technisch als besonders leistungsf&#xE4;hige Architektur, verschwand aber wie viele andere Familien durch Marktverschiebungen, &#xDC;bernahmen und den zunehmenden Einfluss von x86. Dieser Verlauf zeigt, dass technische Eleganz allein nicht &#xFC;ber den langfristigen Markterfolg entscheidet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"risc-v\">RISC-V<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine der wichtigsten aktuellen Entwicklungen ist RISC-V. RISC-V ist ein offener Befehlssatz, der an der University of California, Berkeley entstand und heute von einer gemeinn&uuml;tzigen Organisation verwaltet wird. Anders als ARM oder x86 ist der offene Standard nicht an einen einzelnen kommerziellen Lizenzgeber gebunden. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Open-Source-Projekte k&ouml;nnen eigene Implementierungen entwickeln. Dadurch ist es besonders attraktiv f&uuml;r Forschung, Ausbildung, <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"cmtt_d983cf127120ee60c83537d13641bc54\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/mikrocontroller\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Mikrocontroller<\/a>, Spezialprozessoren und zunehmend auch f&uuml;r Industrieanwendungen.<\/p>\n\n\n\n<p>RISC-V wird heute in Embedded-Systemen, Mikrocontrollern, Sicherheitscontrollern, SoCs, AI-Beschleunigern und kundenspezifischen Chips eingesetzt. Die Offenheit des Befehlssatzes erleichtert eigene Erweiterungen, etwa f&#xFC;r Signalverarbeitung, Kryptografie, Safety-Anwendungen oder Machine Learning. Firmen wie SiFive, Andes, Ventana und Esperanto zeigen, dass RISC-V nicht nur f&#xFC;r kleine Controller, sondern auch f&#xFC;r leistungsf&#xE4;higere Kerne und massiv parallele Systeme genutzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"risc-heute\">RISC heute<\/h2>\n\n\n\n<p>Die klassische Gegen&#xFC;berstellung RISC gegen CISC ist heute nur noch eingeschr&#xE4;nkt aussagekr&#xE4;ftig. Moderne x86-Prozessoren besitzen zwar weiterhin einen CISC-Befehlssatz nach au&#xDF;en, &#xFC;bersetzen viele Befehle intern jedoch in einfachere Mikrooperationen, die in stark pipelineden und superskalaren Kernen ausgef&#xFC;hrt werden. Gleichzeitig haben &#x201E;reduzierte&#x201C; Architekturen komplexere Erweiterungen aufgenommen, etwa SIMD-, Vektor-, Kryptografie- oder Machine-Learning-Befehle. Die Grenze zwischen RISC und CISC ist dadurch unscharf geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein moderner ARM-, POWER- oder RISC-V-Prozessor kann intern hochkomplex sein, obwohl der Befehlssatz auf RISC-Prinzipien basiert. Out-of-Order Execution, Branch Prediction, mehrere Ausf&#xFC;hrungseinheiten, Cache-Hierarchien und Vektorwerke geh&#xF6;ren heute auch bei RISC-Prozessoren zur Realit&#xE4;t. Reduced Instruction Set Computer beschreibt daher weniger eine einfache Hardware, sondern eine bestimmte Art, den Befehlssatz und die Schnittstelle zwischen Software und Prozessor zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>ARM Cortex-M dominiert viele industrielle und kommerzielle Anwendungen, w&#xE4;hrend RISC-V als Alternative auftritt. In Steuerger&#xE4;ten, Sensoren, Aktoren, Messsystemen, Kommunikationsmodulen und sicherheitsrelevanten Embedded-Systemen sind RISC-Kerne weit verbreitet. H&#xE4;ufig steht ein Trade-Off im Vordergrund, also eine passende Kombination aus Rechenleistung, Stromaufnahme, Kosten, Toolchain, Peripherie und langfristiger Verf&#xFC;gbarkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>RISC ist damit weniger ein historisches Schlagwort als eine Entwicklungslinie, die viele heutige Prozessoren gepr&#xE4;gt hat. Vom IBM 801 &#xFC;ber Stanford MIPS, ARM, POWER und SPARC bis zu RISC-V zieht sich eine gemeinsame Frage: Wie sollte die Schnittstelle zwischen Software und Hardware aussehen, damit Prozessoren gut implementierbar, gut programmierbar und f&#xFC;r neue Anwendungen skalierbar bleiben? Die Antwort hat sich &#xFC;ber Jahrzehnte ver&#xE4;ndert, aber die Prinzipien sind in vielen modernen Architekturen weiterhin erkennbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute begegnet man dem reduzierten Befehlssatz praktisch &#xFC;berall: in Smartphones, Mikrocontrollern, Routern, <a href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/steuergeraet\/\" data-type=\"glossary\" data-id=\"1348\">Automobilsteuerger&#xE4;ten<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/industrie-automation\/\" data-type=\"page\" data-id=\"1001\">Industrieelektronik<\/a>, Rechenzentren, Supercomputern und AI-Beschleunigern. ARM ist der sichtbarste Massenmarktvertreter, POWER bleibt in ausgew&#xE4;hlten Hochleistungssegmenten relevant, wird aber nach und nach abgel&#xF6;st. Damit ist RISC ein Begriff aus der Computergeschichte und ein architektonischer Ansatz zugleich, der weiterhin die Entwicklung moderner Rechensysteme pr&#xE4;gt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>RISC steht f\u00fcr \u201eReduced Instruction Set Computer\u201c und bezeichnet eine Prozessorarchitektur, die sich seit den sp\u00e4ten 1970er- und fr\u00fchen 1980er-Jahren aus einer grunds\u00e4tzlichen Neubewertung des Prozessorentwurfs entwickelte. Im Zentrum stand nicht einfach \u201eweniger Befehle\u201c, sondern die Frage, welche Aufgaben sinnvollerweise in Hardware ausgef\u00fchrt werden sollten und welche besser durch Compiler und Software gel\u00f6st werden. 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