{"id":2227,"date":"2026-05-22T11:22:20","date_gmt":"2026-05-22T11:22:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pickplace.de\/?post_type=glossary&#038;p=2227"},"modified":"2026-05-22T11:22:21","modified_gmt":"2026-05-22T11:22:21","slug":"io-link","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/www.pickplace.de\/de\/glossar\/io-link\/","title":{"rendered":"IO-Link"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">IO-Link (seltener IOLink oder IO Link) ist ein standardisiertes digitales Kommunikationssystem f&#xFC;r die Automatisierungstechnik. Die Technologie ist in IEC 61131-9 beschrieben und verbindet Sensoren und Aktoren mit &#xFC;bergeordneten Steuerungssystemen. Im Unterschied zu klassischen bin&#xE4;ren oder analogen Schnittstellen erm&#xF6;glicht IOLink eine bidirektionale Kommunikation: Prozesswerte, Diagnosedaten und Ger&#xE4;teparameter k&#xF6;nnen nicht nur &#xFC;bertragen, sondern auch gezielt ausgelesen oder ver&#xE4;ndert werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-rank-math-toc-block\" id=\"rank-math-toc\"><h2>Inhalt<\/h2><nav><ul><li class=\"\"><a href=\"#io-link-ist-kein-feldbus\">IO-Link ist kein Feldbus<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#technische-details-von-io-link\">Technische Details von IO-Link<\/a><ul><li class=\"\"><a href=\"#kommunikationsgeschwindigkeiten-com-1-com-2-und-com-3\">Kommunikationsgeschwindigkeiten<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#io-link-message-sequence-types\">Message Sequence Types<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#feste-und-variable-nachrichtentypen\">Feste und variable Nachrichtentypen<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#zykluszeit-und-echtzeit-bandbreite\">Zykluszeit und Echtzeit-Bandbreite<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class=\"\"><a href=\"#hardware-seitige-losung\">Hardware-seitige L&#xF6;sung<\/a><ul><li class=\"\"><a href=\"#verbindung-zum-mikrocontroller\">Kommunikation mit Host<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#c-q-leitung-kommunikation-und-schaltbetrieb\">Kommunikation und Schaltbetrieb<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#wake-up-erzeugung-uber-wuen\">Wake-up-Erzeugung<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#spi-fur-konfiguration-und-diagnose\">Konfiguration und Diagnose<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class=\"\"><a href=\"#fazit\">Zusammenfassung<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass IO-Link keine spezielle Feldbusverkabelung ben&#xF6;tigt. Die Kommunikation erfolgt &#xFC;ber einfache, ungeschirmte Standardleitungen, typischerweise mit drei oder vier Adern. IO-Link ist somit insbesondere spannend f&#xFC;r Anwendungen aus der <a href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/sensoren-und-messtechnik\/\" data-type=\"page\" data-id=\"1946\">Sensortechnik<\/a>. In der Praxis werden h&#xE4;ufig M5-, M8- oder M12-Steckverbinder verwendet. Damit l&#xE4;sst sich IO-Link in vielen Maschinen- und Anlagenkonzepten einsetzen, ohne die grundlegende Anschlusstechnik komplett neu zu denken.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"io-link-ist-kein-feldbus\" class=\"wp-block-heading\">IO-Link ist kein Feldbus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">IO-Link wird h&#xE4;ufig im Umfeld von Feldbussen und Industrial Ethernet genannt, ist selbst aber kein Feldbus. Die Technologie ist vielmehr eine Weiterentwicklung der klassischen Punkt-zu-Punkt-Anbindung von Sensoren und Aktoren. Jedes IO-Link Device wird direkt mit einem Port eines IO-Link Masters verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein typisches IO-Link System besteht aus drei Elementen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>IO-Link Master<\/strong> ist das zentrale Bindeglied zwischen Feldebene und Steuerungsebene. Er kommuniziert mit den angeschlossenen IO-Link Devices und gibt die Daten an eine &#xFC;bergeordnete Steuerung weiter, beispielsweise eine SPS. Die Anbindung des Masters an die Steuerung erfolgt dann &#xFC;ber ein Feldbus- oder Industrial-Ethernet-System.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>IO-Link Devices<\/strong> sind die eigentlichen Feldger&#xE4;te. Dazu geh&#xF6;ren Sensoren, Aktoren, Ventilinseln, Signalger&#xE4;te, Identifikationssysteme oder andere Komponenten, die Daten liefern oder Aktionen ausf&#xFC;hren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>Standardverkabelung<\/strong> verbindet Master und Device. Da IO-Link auf der bekannten Anschlusstechnik aufsetzt, kann es in vielen Anwendungen mit bestehenden Kabel- und Steckverbinderkonzepten kombiniert werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"technische-details-von-io-link\" class=\"wp-block-heading\">Technische Details von IO-Link<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"kommunikationsgeschwindigkeiten-com-1-com-2-und-com-3\" class=\"wp-block-heading\">Kommunikationsgeschwindigkeiten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">IO-Link kennt verschiedene &#xDC;bertragungsraten. Diese werden als COM1, COM2 und COM3 bezeichnet. F&#xFC;r moderne Anwendungen ist vor allem COM3 relevant, da damit die k&#xFC;rzesten Zykluszeiten und die h&#xF6;chste nutzbare Echtzeit-Daten&#xFC;bertragung erreicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tats&#xE4;chliche nutzbare Datenrate h&#xE4;ngt jedoch nicht nur von der COM-Geschwindigkeit ab. Entscheidend ist auch, wie viele Prozessdaten und On-Demand-Daten innerhalb einer Nachrichtensequenz &#xFC;bertragen werden. Deshalb muss bei der Bewertung einer IO-Link Verbindung immer die konkrete M-Sequence betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"io-link-message-sequence-types\" class=\"wp-block-heading\">Message Sequence Types<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die L&#xE4;nge einzelner Ger&#xE4;te- und Masternachrichten wird durch den jeweiligen Message Sequence Type bestimmt. In der IO-Link Spezifikation werden verschiedene M-Sequence Types beschrieben. F&#xFC;r neue Designs ist insbesondere Version 1.1 relevant. Der Typ 1_x ist auf Version 1.0 Ger&#xE4;te beschr&#xE4;nkt und wird f&#xFC;r neue Entwicklungen nicht mehr empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F&#xFC;r die Echtzeitbetrachtung sind vor allem die Prozessdaten entscheidend. In vielen Darstellungen werden diese als <strong>PD<\/strong> bezeichnet. Zus&#xE4;tzlich gibt es <strong>OD<\/strong>, also On-Demand-Daten. Auch wenn OD nicht direkt die zyklische Prozessdatenmenge erh&#xF6;ht, beeinflusst OD die Gesamtl&#xE4;nge der &#xDC;bertragung und damit die erreichbare Zykluszeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wichtigsten Abk&#xFC;rzungen in diesem Zusammenhang sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>MC<\/strong> = M-Sequence Control<\/li>\n\n\n\n<li><strong>CKT<\/strong> = Checksum Type<\/li>\n\n\n\n<li><strong>PD<\/strong> = Process Data<\/li>\n\n\n\n<li><strong>OD<\/strong> = On-Demand Data<\/li>\n\n\n\n<li><strong>CKS<\/strong> = Checksum Status<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Oktett entspricht dabei 8 Bit. Diese Bezeichnung wird auch in der IOLink Norm verwendet.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"feste-und-variable-nachrichtentypen\" class=\"wp-block-heading\">Feste und variable Nachrichtentypen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den Message Sequence Types 2_1 bis 2_6 ist die Anzahl der PD- und OD-Oktette festgelegt. Das bedeutet: Die Struktur der zyklischen Kommunikation ist f&#xFC;r den jeweiligen Typ vordefiniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders verh&#xE4;lt es sich beim Typ <strong>2_V<\/strong>. Hier kann die Anzahl der Prozessdaten und On-Demand-Daten in einem bestimmten Bereich konfiguriert werden. F&#xFC;r PD sind Werte zwischen 1 und 32 Oktetten m&#xF6;glich. F&#xFC;r OD sind 1, 2, 8 oder 32 Oktette m&#xF6;glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Flexibilit&#xE4;t ist f&#xFC;r das Systemdesign wichtig. Ein Ger&#xE4;t mit sehr wenigen Prozessdaten kann auf kurze Zykluszeiten optimiert werden. Ein Ger&#xE4;t mit umfangreicheren Prozessdaten kann dagegen eine gr&#xF6;&#xDF;ere Datenmenge pro Zyklus &#xFC;bertragen. Die Auswahl des passenden Verh&#xE4;ltnisses zwischen PD und OD beeinflusst also direkt das zeitliche Verhalten der Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"zykluszeit-und-echtzeit-bandbreite\" class=\"wp-block-heading\">Zykluszeit und Echtzeit-Bandbreite<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zykluszeit ergibt sich aus der Summe der einzelnen Zeitabschnitte innerhalb einer IO-Link Kommunikation. Dazu geh&#xF6;ren die Master-Nachricht, die Antwort des Devices, Umschaltzeiten und weitere Protokollanteile. Erst die vollst&#xE4;ndige Betrachtung dieser Bestandteile zeigt, wie lange ein Kommunikationszyklus tats&#xE4;chlich dauert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Echtzeit-Bandbreite l&#xE4;sst sich aus der L&#xE4;nge der Prozessdaten und der Zykluszeit berechnen. Vereinfacht ausgedr&#xFC;ckt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Echtzeit-Bandbreite = Prozessdatenmenge pro Zyklus \/ Zykluszeit<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Werden beispielsweise 32 Oktette Prozessdaten &#xFC;bertragen, entspricht das 32 &#xD7; 8 Bit = 256 Bit. Bei einer Zykluszeit von 2,24 ms ergibt sich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">256 Bit \/ 2,24 ms = 114,3 kbit\/s<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Beispiel zeigt, dass mit COM3 und einer passenden M-Sequence eine hohe nutzbare Prozessdaten&#xFC;bertragung erreicht werden kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"hardware-seitige-losung\" class=\"wp-block-heading\">Hardware-seitige L&#xF6;sung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Master ben&ouml;tigt auf Hardwareebene eine Schnittstelle zwischen der digitalen Steuerlogik und der 24-V-Feldebene. Der <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/mikrocontroller\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Mikrocontroller<\/a> stellt typischerweise UART, GPIOs und SPI bereit. Die elektrische Umsetzung auf die IO-Link-Leitung &uuml;bernimmt ein Physical-Layer-Transceiver. Ein Beispiel daf&uuml;r ist der <a href=\"https:\/\/www.analog.com\/media\/en\/technical-documentation\/data-sheets\/max14824.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MAX14824 IO-Link Master Transceiver von Analog Devices<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der MAX14824 integriert den Physical <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/pcb-layer\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Layer<\/a> f&uuml;r einen Master-Port. Der Baustein unterst&uuml;tzt IO-Link v1.0 und v1.1 sowie die Datenraten COM1, COM2 und COM3. Zus&auml;tzlich enth&auml;lt er einen C\/Q-Treiber, einen C\/Q-Empf&auml;nger, eine zus&auml;tzliche digitale Eingangsstufe f&uuml;r DI, Schutzfunktionen, interne Spannungsregler und eine SPI-Schnittstelle f&uuml;r Konfiguration und Diagnose. Der C\/Q-Ausgang ist f&uuml;r mindestens 300 mA Laststrom spezifiziert, unterst&uuml;tzt Push-Pull-, High-Side- und Low-Side-Betrieb und besitzt eine Kurzschlusserkennung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einzelner IO-Link-Master-Port besteht typischerweise aus einem <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/mikrocontroller\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Mikrocontroller<\/a>, einem IO-Link-Master-Transceiver, einer 24-V-Versorgung, Schutzbeschaltung und dem Feldanschluss. In vielen Anwendungen wird ein M12-Steckverbinder verwendet. Dort liegt L+ &uuml;blicherweise auf Pin 1, L&minus; auf Pin 3 und C\/Q auf Pin 4. Optional kann Pin 2 als zus&auml;tzlicher digitaler Eingang DI verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die C\/Q-Leitung ist die zentrale Leitung des IO-Link-Ports. Sie wird im SIO-Betrieb als digitaler Schaltausgang oder Schalteingang genutzt und im IO-Link-Betrieb als bidirektionale Kommunikationsleitung. Der Transceiver muss diese Leitung aktiv treiben, hochohmig schalten und gleichzeitig den Leitungszustand auswerten k&#xF6;nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim MAX14824 erfolgt diese Kopplung &#xFC;ber den C\/Q-Pin. Intern sitzt dort ein konfigurierbarer Treiber mit High-Side- und Low-Side-Schaltern. Dadurch kann der Baustein die Leitung gegen VCC ziehen, gegen GND ziehen oder im hochohmigen Zustand als Eingang verwenden.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"verbindung-zum-mikrocontroller\" class=\"wp-block-heading\">Kommunikation mit Host<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Seiten des Mikrocontrollers werden mehrere digitale Signale ben&#xF6;tigt. F&#xFC;r die eigentliche IO-Link-Kommunikation sind vor allem <strong>TXC<\/strong>, <strong>TXQ<\/strong>, <strong>TXEN<\/strong> und <strong>RX<\/strong> relevant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>TXC<\/strong> ist der Transmit-Communication-Eingang. Dieses Signal kommt typischerweise vom UART-TX des Mikrocontrollers. Dar&#xFC;ber werden die seriellen IO-Link-Daten an den Transceiver &#xFC;bergeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RX<\/strong> ist der Receiver-Ausgang des Transceivers. Dieses Signal wird mit dem UART-RX des Mikrocontrollers verbunden. Der Transceiver wertet den Pegel auf C\/Q aus und stellt dem <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/mikrocontroller\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Mikrocontroller<\/a> daraus ein Logiksignal zur Verf&uuml;gung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>TXEN<\/strong> aktiviert den C\/Q-Treiber. Wird TXEN gesetzt, treibt der MAX14824 die C\/Q-Leitung aktiv. Wird TXEN deaktiviert, ist der Treiber ausgeschaltet und die Leitung kann empfangen werden. TXEN kann beispielsweise mit einem RTS-Signal des Mikrocontrollers oder mit einem <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/gpio\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>GPIO<\/a> gesteuert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>TXQ<\/strong> ist ein weiterer Transmit-Level-Eingang. TXQ wird intern mit TXC logisch verkn&uuml;pft. Wird TXQ nicht separat verwendet, muss der Eingang auf High gelegt werden. In manchen Designs wird TXQ von einem <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/gpio\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>GPIO<\/a> gesteuert, um zwischen Kommunikation und SIO-Betrieb zu unterscheiden oder definierte Pegel auf C\/Q zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ergibt sich eine typische Zuordnung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">UART-TX des Mikrocontrollers &#x2192; TXC<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">UART-RX des Mikrocontrollers &#x2190; RX<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/gpio\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>GPIO<\/a> oder RTS des Mikrocontrollers &rarr; TXEN<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/gpio\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>GPIO<\/a> des Mikrocontrollers &rarr; TXQ<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SPI des Mikrocontrollers &#x2192; CS, SCLK, SDI, SDO<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interrupt-Eingang des Mikrocontrollers &#x2190; IRQ<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/gpio\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>GPIO<\/a> f&uuml;r Wake-up-Steuerung &rarr; WUEN<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"c-q-leitung-kommunikation-und-schaltbetrieb\" class=\"wp-block-heading\">Kommunikation und Schaltbetrieb<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die C\/Q-Leitung ist elektrisch eine 24-V-Leitung, logisch aber die eigentliche IO-Link-Kommunikationsschnittstelle. Im IO-Link-Modus werden die seriellen Daten halbduplex &#xFC;ber C\/Q &#xFC;bertragen. Der Master sendet, indem der Transceiver den C\/Q-Treiber aktiviert und die Leitung entsprechend der TXC\/TXQ-Signale schaltet. Danach wird der Treiber deaktiviert, und der Master empf&#xE4;ngt die Antwort des Devices &#xFC;ber den C\/Q-Empf&#xE4;nger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Wechsel zwischen Senden und Empfangen ist ein zentrales Konzept. Deshalb ist TXEN ein wichtiges Steuersignal. Es verhindert, dass Master und Device gleichzeitig aktiv gegeneinander treiben. In einer praktischen Firmware muss TXEN zeitlich passend zur UART-&#xDC;bertragung gesetzt und wieder gel&#xF6;scht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im SIO-Modus kann C\/Q als gew&#xF6;hnlicher digitaler Schaltkanal verwendet werden. Der MAX14824 kann daf&#xFC;r als Push-Pull-, High-Side- oder Low-Side-Treiber konfiguriert werden. Im Push-Pull-Betrieb schaltet C\/Q aktiv zwischen VCC und GND. Im High-Side-Betrieb wird die Leitung gegen VCC geschaltet, im Low-Side-Betrieb gegen GND. Diese Betriebsarten werden &#xFC;ber Register des Bausteins konfiguriert.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"wake-up-erzeugung-uber-wuen\" class=\"wp-block-heading\">Wake-up-Erzeugung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">IO-Link Devices werden aus dem SIO-Zustand durch einen Wake-up-Puls in den IO-Link-Kommunikationsmodus gebracht. Der MAX14824 besitzt daf&#xFC;r eine automatische Wake-up-Polarity-Generation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Signal <strong>WUEN<\/strong> aktiviert diese Wake-up-Funktion. Vor dem Wake-up ist der C\/Q-Treiber deaktiviert. Der Baustein erkennt den aktuellen Pegel auf C\/Q und erzeugt anschlie&szlig;end einen Wake-up-Puls mit passender Polarit&auml;t. Der <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/mikrocontroller\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Mikrocontroller<\/a> muss daf&uuml;r nicht selbst die Polarit&auml;t der Leitung auswerten. Er aktiviert WUEN und erzeugt &uuml;ber TXC oder TXQ einen typischen 80-&micro;s-Puls. Der Transceiver setzt daraus den korrekten Wake-up-Puls auf der C\/Q-Leitung um.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F&uuml;r die Hardware bedeutet das: WUEN sollte auf einen steuerbaren <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/gpio\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>GPIO<\/a> des Mikrocontrollers gef&uuml;hrt werden. Die Firmware kann damit gezielt zwischen normalem Kommunikationsbetrieb und Wake-up-Erzeugung umschalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"spi-fur-konfiguration-und-diagnose\" class=\"wp-block-heading\">Konfiguration und Diagnose<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den UART-nahen Signalen besitzt der MAX14824 eine SPI-Schnittstelle. &#xDC;ber <strong>CS<\/strong>, <strong>SCLK<\/strong>, <strong>SDI<\/strong> und <strong>SDO<\/strong> wird der Baustein konfiguriert und &#xFC;berwacht. Die SPI-Schnittstelle arbeitet mit bis zu 12 MHz. Au&#xDF;erdem besitzt der MAX14824 Adresspins A0 bis A3, wodurch bis zu 16 Bausteine &#xFC;ber Adressierung in einem System verwendet werden k&#xF6;nnen. Das ist besonders f&#xFC;r mehrkanaligeMaster relevant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#xDC;ber SPI werden unter anderem der C\/Q-Treibermodus, Slew-Rate, Receiver-Filter, Current-Sink-Funktionen, Wake-up-Modus und Statusinformationen konfiguriert. F&#xFC;r COM3 wird beispielsweise eine h&#xF6;here Slew-Rate verwendet. F&#xFC;r niedrigere Datenraten kann die Slew-Rate reduziert werden, um EMV-Abstrahlung und Reflexionen zu begrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Fehlerzust&auml;nde werden &uuml;ber SPI ausgelesen. Dazu geh&ouml;ren C\/Q-Faults, Unterspannung, Temperaturwarnung und weitere Statusbits. Der IRQ-Ausgang kann den <a class=\"glossaryLink\"  href=\"https:\/\/www.pickplace.de\/glossar\/mikrocontroller\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Mikrocontroller<\/a> informieren, wenn ein Ereignis aufgetreten ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"fazit\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">IO-Link erweitert die klassische Sensor- und Aktoranschlusstechnik um digitale, bidirektionale Kommunikation. In einem Netzwerk aus Master IO Link Devices und IO-Link-Sensoren kann so eine kabelarme Daten&#xFC;bertragung zu hohen Geschwindkeiten sichergestellt werden. Die Technologie erm&#xF6;glicht die &#xDC;bertragung von Prozesswerten, Diagnosedaten und Ger&#xE4;teparametern &#xFC;ber einfache Standardleitungen. Dadurch wird die Feldebene transparenter und besser in moderne Automatisierungssysteme integrierbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit kann IO-Link Kommunikationszyklen unter einer Millisekunde erreichen, sofern Ger&#xE4;teentwickler das Verh&#xE4;ltnis zwischen Prozessdaten und On-Demand-Daten passend auslegen. F&#xFC;r moderne Sensoren und Aktoren ist IO-Link deshalb eine wichtige Schnittstelle zwischen klassischer Anschlusstechnik und digitaler Automatisierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>IO-Link (seltener IOLink) ist ein standardisiertes digitales Kommunikationssystem f\u00fcr die Automatisierungstechnik. 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