{"id":1686,"date":"2025-04-03T06:44:00","date_gmt":"2025-04-03T06:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pickplace.de\/?p=1686"},"modified":"2026-03-13T14:15:53","modified_gmt":"2026-03-13T14:15:53","slug":"warum-der-cyber-resilience-act-kein-papiertiger-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pickplace.de\/de\/hub\/warum-der-cyber-resilience-act-kein-papiertiger-ist\/","title":{"rendered":"Warum der Cyber Resilience Act kein Papiertiger ist"},"content":{"rendered":"<p>Seit der Verabschiedung des Cyber Resilience Act (CRA) fragen sich viele Hersteller und Zulieferer, wie ernst es die Europ&#xE4;ische Union mit der Umsetzung dieser neuen Verordnung meint. Wird es am Ende bei wohlklingenden Absichtserkl&#xE4;rungen bleiben &#x2013; oder folgt tats&#xE4;chlich eine konsequente Markt&#xFC;berwachung mit echten Konsequenzen?<br><br>Dieser Beitrag beleuchtet, warum der CRA mehr ist als ein regulatorisches Signal: Er ist ein verbindlicher Rechtsrahmen mit weitreichenden Pflichten, hohen Strafandrohungen und klaren Durchsetzungsmechanismen. Zahlreiche Fakten, offizielle Aussagen und strukturelle Vorbereitungen zeigen deutlich: Die EU wird den CRA durchsetzen &#x2013; und erwartet dasselbe von der Industrie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konsequente Markt&#xFC;berwachung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die EU baut beim CRA auf das etablierte System der Markt&#xFC;berwachung: Nationale Markt&#xFC;berwachungsbeh&#xF6;rden sollen die Einhaltung der Vorgaben kontrollieren &#x2013; etwa durch Inspektionen und Stichprobenpr&#xFC;fungen&#x200B;&#x200B;. Verst&#xF6;&#xDF;e k&#xF6;nnen dabei europaweit koordiniert verfolgt werden; die Beh&#xF6;rden der Mitgliedstaaten teilen Informationen untereinander und mit der EU-Kommission, um ein einheitliches Vorgehen sicherzustellen&#x200B;. Die ENISA (die EU-Agentur f&#xFC;r Cybersicherheit) erh&#xE4;lt zudem eine zentrale Rolle: Sie koordiniert Meldungen zu Sicherheitsvorf&#xE4;llen und unterst&#xFC;tzt die Aufsichtsbeh&#xF6;rden auf EU-Ebene&#x200B;.<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist, dass die EU-Kommission selbst bei Bedarf eingreifen kann, falls nationale Beh&#xF6;rden z&#xF6;gerlich agieren. In &#x201E;au&#xDF;ergew&#xF6;hnlichen Umst&#xE4;nden&#x201C; darf die Kommission EU-weit Produkte vom Markt nehmen oder andere Korrekturma&#xDF;nahmen ergreifen, um die Cybersicherheit zu gew&#xE4;hrleisten&#x200B;. Dies zeigt deutlich, dass die EU bereit ist, notfalls zentral durchzugreifen und den CRA nicht verw&#xE4;ssern zu lassen. Auch praktisch ist eine aktive &#xDC;berwachung geplant: So berichten Fachquellen, dass Marktaufsichtsbeh&#xF6;rden gezielte &#x201E;Sweeps&#x201D; durchf&#xFC;hren werden, um Verst&#xF6;&#xDF;e systematisch aufzudecken&#x200B;. Insgesamt ist eine engmaschige Kontrolle vorgesehen, damit die neuen Cybersecurity-Pflichten f&#xFC;r Produkte auch tats&#xE4;chlich umgesetzt werden und nicht nur auf dem Papier stehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geplante Sanktionen bei Verst&#xF6;&#xDF;en<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Cyber Resilience Act sieht erhebliche Sanktionen vor, die vergleichbar mit den harten Strafen der DSGVO sind. Die Verordnung verpflichtet alle Mitgliedstaaten, &#x201E;wirksame, verh&#xE4;ltnism&#xE4;&#xDF;ige und abschreckende&#x201C; Strafvorschriften zu erlassen&#x200B;. Konkret werden im CRA folgende Bu&#xDF;geldrahmen vorgegeben&#x200B;:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Versto&#xDF; gegen grundlegende Sicherheitsanforderungen&#xA0;<\/strong>(Annex I) oder zentrale Pflichten der Hersteller (z.B. sichere Produktgestaltung, Sicherheitsupdates, Risikobewertung): Geldbu&#xDF;en bis zu 15 Mio. &#x20AC; oder 2,5% des weltweiten Jahresumsatzes des Unternehmens, je nachdem welcher Betrag h&#xF6;her ist&#x200B;. Dies unterstreicht den hohen Stellenwert der essentiellen Cybersecurity-Anforderungen im CRA.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Versto&#xDF; gegen sonstige Pflichten&#xA0;<\/strong>(etwa Dokumentations-, Kennzeichnungs- oder H&#xE4;ndlerpflichten): Geldbu&#xDF;en bis zu 10 Mio. &#x20AC; oder 2% des weltweiten Jahresumsatzes&#x200B;. Auch weniger gravierende Verst&#xF6;&#xDF;e werden also mit empfindlichen Strafen belegt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Falsche oder irref&#xFC;hrende Ausk&#xFC;nfte&#xA0;<\/strong>gegen&#xFC;ber Beh&#xF6;rden oder Pr&#xFC;finstanzen: Geldbu&#xDF;en bis zu 5 Mio. &#x20AC; oder 1% des Umsatzes&#x200B;. Damit sollen Unternehmen davon abgehalten werden, Informationen zu verschleiern &#x2013; eine Lehre aus anderen Regulierungen, die hier explizit umgesetzt wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Neben Geldstrafen k&#xF6;nnen Beh&#xF6;rden auch&#xA0;<strong>produktbezogene Ma&#xDF;nahmen&#xA0;<\/strong>ergreifen. Bei gef&#xE4;hrlichen oder nicht konformen Produkten darf ihre Verf&#xFC;gbarkeit eingeschr&#xE4;nkt oder untersagt werden; es kann sogar angeordnet werden, dass Produkte&#xA0;<strong>zur&#xFC;ckgerufen&#xA0;<\/strong>oder&#xA0;<strong>vom Markt genommen werden<\/strong>&#x200B;. Dies soll sicherstellen, dass unsichere Ger&#xE4;te gar nicht erst weiter in Umlauf gelangen.&#xA0;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Befugnis der Kommission, im Ernstfall EU-weit den Vertrieb unsicherer Produkte zu stoppen&#x200B;, versch&#xE4;rft diesen Effekt zus&#xE4;tzlich. Die vorgesehenen Sanktionen sind also keineswegs symbolisch, sondern so bemessen, dass sie Unternehmen abschrecken und zur Compliance zwingen &#x2013; vergleichbar mit den drastischen Strafen, die man seit der DSGVO kennt&#x200B;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#xD6;ffentliche Bekenntnisse zur Verbindlichkeit des CRA<\/h2>\n\n\n\n<p>Vertreter der EU-Institutionen haben &#xF6;ffentlich klar gemacht, dass der Cyber Resilience Act kein zahnloser Tiger sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p>So betonte Henna Virkkunen von der Europ&#xE4;ischen Kommission anl&#xE4;sslich des Inkrafttretens des CRA:&#xA0;<a href=\"https:\/\/digital-strategy.ec.europa.eu\/de\/news\/cyber-resilience-act-enters-force-make-europes-cyberspace-safer-and-more-secure\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#x201E;Wir sind entschlossen, Europa zu einem sicheren Ort f&#xFC;r unsere B&#xFC;rger und Unternehmen zu machen. Diese neue Verordnung ist ein gro&#xDF;er Schritt nach vorn, um sicherzustellen, dass digitale Produkte in der EU kein Cyberrisiko f&#xFC;r Verbraucher darstellen.&#x201D;<\/a>&#x200B;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der spanische Technologieminister&#xA0;Jos&#xE9; Luis Escriv&#xE1;, als Vertreter des EU-Ratsvorsitzes, erkl&#xE4;rte zum politischen Abschluss der Verhandlungen:&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/en\/press\/press-releases\/2023\/11\/30\/cyber-resilience-act-council-and-parliament-strike-a-deal-on-security-requirements-for-digital-products\/#:~:text=,Spanish%20minister%20of%20digital%20transformation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#x201E;Vernetzte Ger&#xE4;te brauchen ein grundlegendes Ma&#xDF; an Cybersicherheit, wenn sie in der EU verkauft werden&#x2026; Genau das wird der Cyber Resilience Act erreichen, sobald er in Kraft ist.&#x201D;&#x200B;.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Solche Aussagen zeigen, dass sowohl die EU-Kommission als auch die Mitgliedstaaten die Verordnung als bindend und essentiell f&#xFC;r die Cybersicherheit betrachten. Zudem ist der CRA als EU-Verordnung unmittelbar in allen Mitgliedstaaten g&#xFC;ltig und bedarf keiner Umsetzung in nationales Recht&#xA0;&#x2013; das verhindert Unterschiede und Abschw&#xE4;chungen auf nationaler Ebene. Die Hauptpflichten gelten ab Dezember 2027 damit verbindlich in ganz Europa&#x200B;. Bereits diese Konstruktion garantiert einen einheitlichen, verpflichtenden Ordnungsrahmen. Die EU m&#xF6;chte damit &#x2013; in den Worten von Kommissionspr&#xE4;sidentin von der Leyen &#x2013; &#x201E;gemeinsame europ&#xE4;ische Cybersicherheits-Standards&#x201C; durchsetzen&#x200B;. Insgesamt lassen die offiziellen Verlautbarungen wenig Zweifel daran, dass der CRA mit Nachdruck umgesetzt werden soll. Ein &#x201C;Verw&#xE4;ssern&#x201D; w&#xFC;rde dem erkl&#xE4;rten politischen Anspruch widersprechen, Europas digitalen Binnenmarkt sicherer zu machen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-stackable-image stk-block-image stk-block stk-92a8207\" data-block-id=\"92a8207\"><style>.stk-92a8207 .stk-img-figcaption{text-align:center !important;}.stk-92a8207 .stk-img-wrapper{width:650px !important;}<\/style><figure><span class=\"stk-img-wrapper stk-image--shape-stretch\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"stk-img wp-image-1688\" src=\"https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/prozess-ce-cra.webp\" width=\"650\" height=\"299\" alt=\"Veranschaulicht: Hersteller bis Markt in der elektronik Dokumentation Risikomanagement Konformit&#xE4;t funktionale sicherheit\" srcset=\"https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/prozess-ce-cra.webp 650w, https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/prozess-ce-cra-300x138.webp 300w, https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/prozess-ce-cra-18x8.webp 18w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\"\/><\/span><figcaption class=\"stk-img-figcaption\">CE-CRA-Prozess und die Rolle der ENISA<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rolle von Notified Bodies, harmonisierten Normen und Drittpr&#xFC;fungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein zentrales Element, das die Strenge der Umsetzung unterst&#xFC;tzt, ist das Konformit&#xE4;tsbewertungs-System des CRA. &#xC4;hnlich wie bei anderen CE-Kennzeichnungspflichten setzt die Verordnung auf harmonisierte EU-Normen und &#x2013; wo n&#xF6;tig &#x2013; unabh&#xE4;ngige Pr&#xFC;fstellen (Notified Bodies), um die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen zu garantieren&#x200B;. Alle Hersteller m&#xFC;ssen vor dem Inverkehrbringen eine Konformit&#xE4;tspr&#xFC;fung durchf&#xFC;hren und erkl&#xE4;ren, dass ihr Produkt die &#x201E;essential cybersecurity requirements&#x201C; erf&#xFC;llt&#x200B;. F&#xFC;r den Gro&#xDF;teil der weniger kritischen Produkte (gesch&#xE4;tzt ~90 % der Produkte mit digitalen Elementen) ist eine Selbsterkl&#xE4;rung auf Basis harmonisierter Standards vorgesehen&#x200B;. Diese Standards werden von europ&#xE4;ischen Normungsorganisationen erarbeitet und bieten eine Vermutungswirkung: Wenn ein Produkt gem&#xE4;&#xDF; harmonisierter Norm entwickelt wurde, gilt es als regelkonform&#x200B;. Dadurch wird sichergestellt, dass selbst bei Selbstpr&#xFC;fung ein einheitlich hohes Sicherheitsniveau angelegt wird. Unklar ist zurzeit nur noch, wie viel Interpretationsfreiraum Hersteller beim Umsetzen konkreter Ma&#xDF;nahmen haben. Klar ist jedoch auch, dass dar&#xFC;ber eine Risikobewertung richtet, in denen Hersteller die Bedrohungen erkennen und einsch&#xE4;tzen m&#xFC;ssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei h&#xF6;heren Risikoklassen jedoch &#x2013; den als &#x201E;wichtig&#x201C; oder &#x201E;kritisch&#x201C; eingestuften Produkten &#x2013; schreibt der CRA versch&#xE4;rfte Pr&#xFC;fverfahren vor&#x200B;. Hier kann eine Drittpr&#xFC;fung durch eine benannte Stelle erforderlich sein oder eine Zertifizierung nach einem europ&#xE4;ischen Cybersicherheits-Zertifizierungsschema (z.B. dem EUCC nach dem Cybersecurity Act) genutzt werden. Die Idee dahinter: Je gr&#xF6;&#xDF;er das potenzielle Schadensrisiko eines Produkts, desto unabh&#xE4;ngiger und gr&#xFC;ndlicher muss die Kontrolle sein. So d&#xFC;rfen wirklich kritische Produkte nicht allein auf Selbstausk&#xFC;nften der Hersteller beruhen. Entweder ein Notified Body pr&#xFC;ft das Produkt nach strengen Kriterien, oder der Hersteller weist &#xFC;ber ein EU-Zertifikat auf hohem Assurance-Level nach, dass die CRA-Anforderungen erf&#xFC;llt sind&#x200B;. Der CRA definiert in diesem Zusammenhang genaue Verfahren und Qualit&#xE4;tskriterien f&#xFC;r die Arbeit der Notified Bodies, um einheitliche Ma&#xDF;st&#xE4;be sicherzustellen&#x200B;. Bereits die Verpflichtung, bei Bedarf externe Pr&#xFC;fstellen einzuschalten, zeigt den Willen der EU, unabh&#xE4;ngige Expertise einzubinden und Schlupfl&#xF6;cher zu schlie&#xDF;en. Erg&#xE4;nzend dazu wird die CE-Kennzeichnung auf dem Produkt verpflichtend, als sichtbares Zeichen der Konformit&#xE4;t&#x200B;. Damit k&#xF6;nnen unsichere Produkte leichter vom Markt ferngehalten werden, da ohne CE-Kennzeichen kein legaler Verkauf in der EU stattfinden darf&#x200B;. Die Einbindung von Drittpr&#xFC;fungen und Normen im CRA stellt sicher, dass die Regeln praktisch &#xFC;berpr&#xFC;fbar und durchsetzbar sind &#x2013; es wird also nicht allein auf das Wort des Herstellers vertraut, sondern auf &#xFC;berpr&#xFC;fbare Nachweise. Hersteller sollten sich also generell darauf einstellen, diese Nachweise zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Produktkategorien<\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders interessant ist das CRA in Bezug auf die konkreten Produktarten im Annex III und Annex IV. Hier wird umrissen, welche Produkttypen unter wichtige und kritische Produkte fallen. Diese m&#xFC;ssen dann immer im Standardisierungsrahmen einer Norm oder &#xFC;ber ein Assessment Security-Ma&#xDF;nahmen nachweisen. Ein Self-Assessment ist dann nicht m&#xF6;glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Annex III des CRA umfasst Produkte, die aufgrund ihrer Funktionen, ihres Einsatzbereichs oder ihrer technischen Spezifikationen erhebliche Cybersicherheitsrisiken aufweisen k&#xF6;nnen. Dazu geh&#xF6;ren etwa Passwortmanager, Identit&#xE4;tsmanagement-Systeme, VPN-Produkte, Betriebssysteme, Router, Mikrocontroller sowie smarte Haushaltsger&#xE4;te mit Sicherheitsfunktion wie intelligente T&#xFC;rschl&#xF6;sser oder Kameras. Diese wichtigen Produkte sind nochmals in zwei Klassen eingeteilt: Klasse I und Klasse II. Abh&#xE4;ngig von ihrer Klasse und Risikoabsch&#xE4;tzung sind Hersteller entweder zur Selbsteinsch&#xE4;tzung oder zu einer Bewertung durch unabh&#xE4;ngige Dritte verpflichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Annex IV hingegen betrifft sogenannte kritische Produkte, die aufgrund ihrer Nutzung in sensiblen Bereichen wie kritischen Infrastrukturen besonders hohe Sicherheitsanforderungen erf&#xFC;llen m&#xFC;ssen. Beispiele hierf&#xFC;r sind Hardware mit speziellen Security-Boxen, Smart-Meter-Gateways, Smartcards und Ger&#xE4;te mit sicherheitsrelevanten kryptografischen Elementen. F&#xFC;r diese kritischen Produkte schreibt der CRA eine zwingende externe Konformit&#xE4;tsbewertung durch unabh&#xE4;ngige, benannte Pr&#xFC;fstellen (Notified Bodies) vor.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-stackable-image stk-block-image stk-block stk-14b861c\" data-block-id=\"14b861c\"><style>.stk-14b861c .stk-img-figcaption{text-align:center !important;}.stk-14b861c .stk-img-wrapper{width:680px !important;}<\/style><figure><span class=\"stk-img-wrapper stk-image--shape-stretch\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"stk-img wp-image-1687\" src=\"https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cra-classI-II.webp\" width=\"680\" height=\"598\" alt=\"Infografik zur Elektronik-Sicherheit: Klasse I\/II, Self-assessment; embedded hardware, embedded software, Mikrocontroller.\" srcset=\"https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cra-classI-II.webp 680w, https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cra-classI-II-300x264.webp 300w, https:\/\/www.pickplace.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cra-classI-II-14x12.webp 14w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\"\/><\/span><figcaption class=\"stk-img-figcaption\">Class-I- und Class-II-Produkte<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Hersteller der in Annex III und IV genannten Produkte m&#xFC;ssen umfassende technische Dokumentationen erstellen, klare und effektive Prozesse zur Identifikation und Beseitigung von Schwachstellen etablieren sowie regelm&#xE4;&#xDF;ige und transparente Sicherheitsupdates bereitstellen. Besonders f&#xFC;r Hersteller kritischer Produkte aus Annex IV gelten strenge zus&#xE4;tzliche Anforderungen, darunter verpflichtende externe Audits und regelm&#xE4;&#xDF;ige Pr&#xFC;fungen, um dauerhaft die Einhaltung der hohen Sicherheitsstandards sicherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Cyber Resilience Act ist kein Papiertiger &#x2013; sondern ein verbindliches Regelwerk, das die Cybersicherheit von Produkten in Europa grundlegend ver&#xE4;ndern wird. Die EU hat mit hohen Bu&#xDF;geldern, verpflichtenden Pr&#xFC;fverfahren und klar geregelten Zust&#xE4;ndigkeiten unmissverst&#xE4;ndlich gezeigt, dass sie die Umsetzung ernst meint. Wer den CRA als blo&#xDF;e Formalit&#xE4;t abtut, verkennt die Reichweite und Konsequenz dieser Verordnung.<\/p>\n\n\n\n<p>F&#xFC;r Unternehmen bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Strukturen, Prozesse und Produkte auf die neuen Anforderungen auszurichten &#x2013; bevor es teuer wird. Wer heute in Cyber Resilience investiert, handelt nicht nur gesetzeskonform, sondern auch zukunftssicher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Verabschiedung des Cyber Resilience Act (CRA) fragen sich viele Hersteller und Zulieferer, wie ernst es die Europ\u00e4ische Union mit der Umsetzung dieser neuen Verordnung meint. Wird es am Ende bei wohlklingenden Absichtserkl\u00e4rungen bleiben \u2013 oder folgt tats\u00e4chlich eine konsequente Markt\u00fcberwachung mit echten Konsequenzen? 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